Jena, eine Stadt mit einer interessanten Geologie

Im Saaletal liegend, befindet sich Jena zwischen Muschelkalk- und Sandsteinhängen, die teilweise von Mischwald bedeckt sind. Besonders bemerkenswert ist, dass hier etliche seltene Orchideenarten vorkommen.
Ein besonderer Muschelkalkberg ist der Kernberg, welcher die geologischen Phänomene „Studentenrutsche“ und „Teufelslöcher“ beherbergt. Bei der Studentenrutsche handelt es sich um eine Störung im Muschelkalk, ein Geröllhang, der von vielen Stellen Jenas aus leicht zu erkennen ist. Ihren Namen erhielt sie wahrscheinlich daher, dass die Studenten diese Erosionsrinne als Rutsche zwecks einer Mutprobe benutzten. Die Teufelslöcher hingegen sind Höhlen. Sie befinden sich am Fuße der Kernberge. Entstanden sind diese Höhlen durch den Menschen aber auch durch die Wasserkraft. Gleich neben den Höhleneingängen entspringt eine Quelle, die etwas Bittersalz enthält und stark kalkhaltig ist. So sorgten der Gipsabbau sowie die weiterführende Erosion mit Hilfe des Wassers dafür, dass dieses einmalige Phänomen entstand. Bei den Teufelslöchern handelt es sich um die ältesten urkundlich erwähnten Höhlen Thüringens. Erstmals war 1319 von ihnen die Rede.
Jena, eine der wärmsten und trockensten Städte Ostdeutschlands, wird auch die „Toskana des Ostens“ genannt. Die umliegenden Kernberge sind aufgrund ihres Kalksteins wahre Wärmespeicher. Durch ihre Kessellage liegen die Temperaturen in der Stadt in der Regel ein bis zwei Grad über denen des Umlandes.